Arten von Klimaanlagen

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Klimaanlagen für Wohnung, Haus und Neubau
Gewerbliche Klimaanlagen
Industrielle Klimaanlagen

Während sich in den vergangenen Jahrhunderten die Klimatisierung von Gebäuden weitestgehend nur durch mechanische Vorrichtungen und Konstruktionen realisieren ließ, wie etwa die „Windtürme“ in den heißen Ländern des Nahen Osten und Nordafrikas, so bieten sich heute dank unserer ausgereiften Kälte- und Klimatechnik verschiedene Klima-Anlagen an, die genau auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind.

Technisch gesehen werden Klimaanlagen zunächst in zwei Kategorien eingeteilt:

  1. Klima-Anlagen zur Regulierung der klimatischen Bedingungen in Räumen und Gebäuden.
  2. Klima-Anlagen zur Steuerung von Prozessen im gewerblichen und industriellen Bereich.

Die Differenzierung geht aber noch weiter, denn im Wort „Klimaanlage“ ist nicht nur die Regulierung von Temperaturen enthalten. Das Klima umfasst genauso die Luftfeuchtigkeit, oder auch den Luftdruck, wobei sich dieser sich nur unter besonderen Bedingungen durch eine technische Vorrichtung beeinflussen lässt.

In der Regel werden privat oder gewerblich genutzte Klimaanlagen in weitgehend offenen Bereichen eingesetzt, also zum Beispiel Wohnungen oder Büroräumen, die über einen natürlichen Luftaustausch durch Fenster und Türen wie auch über die Klima-Anlage verfügen.

Genau hier beginnt unsere Einteilung der Arten von Klima-Anlagen. Einfachhalthalber sprechen wir hier immer über Klimaanlagen. Richtigerweise müssten die Anlagen in „Teil-Klimaanlagen“ und „Klimaanlagen“ unterschieden werden. Klimaanlagen regeln Temperatur und Feuchte. Teil-Klimaanlagen regeln nur die Temperatur und entfeuchten in der Regel ungeregelt. Diesen Unterschied übergehen wir in den nachfolgenden Worten um für den Laien wenigstens einigermaßen verständlich zu bleiben.

 

1. Klima-Anlagen für Wohn-Gebäude, Wohnungen und Häuser

Nachfolgend möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Arten von Klimaanlagen es für den privaten Bereich, hier insbesondere Wohnungen, Wohngebäude, Häuser und Neubau gibt.

1.1 Die Monosplit oder Singlesplit Klimaanlage

Diese Form der Klimaanlage besteht aus einer Außeneinheit sowie einer Inneneinheit. In der Außeneinheit wird das im Kühlkreislauf befindliche Kältemittel verdichtet und verflüssigt. In der Inneneinheit wiederum wird das zuvor verdichtete Kältemittel entspannt und verdampft, wozu dem Raum, in dem sich die Inneneinheit befindet, Wärme entzogen wird. (Der Effekt findet sich auch beim Menschen wieder. Wir verdampfen, verdunsten Wasser als Kältemittel, wodurch dem Körper Wärme entzogen wird.)

Das nun nicht mehr verdichtete und mit Wärmeenergie beladene gasförmige Kältemittel wird zurück zur Außeneinheit gepumpt, in der es nun wieder verdichtet wird und im Anschluss die Wärmeenergie an die Umgebung abgibt und dadurch wieder flüssig wird. Das Funktionsprinzip entspricht dem eines Kühlschranks.

Monosplit Klima-Anlagen gibt es in einer Vielzahl von Formen. Diese Variante besteht aus zwei getrennten Einheiten, die durch Kühlmittelleitungen verbunden sind. Der Vorteil hierbei ist, dass etwa die Außeneinheit weitgehend unsichtbar auf dem Dach oder einem anderen Außenstandort montiert werden kann, während die Inneneinheit aufgrund der geringen Größe unauffällig im jeweiligen Raum angebracht wird.

Monosplit beziehungsweise Singlesplit-Klima-Anlagen eignen sich für einzelne Räume, etwa das Schlafzimmer, oder auch für kleinere Wohnungen, abhängig von der Quadratmeterfläche. Daneben bietet sich ihr Einsatz aber auch im gewerblichen Bereich an.

1.2 Die Multisplit Klimaanlage

Funktional gesehen entsprechen die Multisplit Klima-Anlagen den Monosplit Klima-Anlagen. Der Unterschied besteht jedoch darin, das an eine Außeneinheit zwei oder mehr Inneneinheiten angeschlossen werden können. Dementsprechend können mit einer Multisplit-Klimaanlage mehrere Räume klimatisiert werden.

Die Leistungsfähigkeit der Außeneinheit muss der Anzahl und Leistung der angeschlossenen Inneneinheiten entsprechen. Mit Multisplit-Klima-Anlagen können größere Wohnungen, aber auch Häuser mit mehreren Wohneinheiten wie auch Bürogebäude klimatisiert werden.

 

1.3 Mobile Klima-Anlagen

Die tragbaren oder meist auf Rollen montierten Kompaktgeräte entsprechen funktional einem Kühlschrank, mit Gebläse für die Kalte Luft und einem Abluftgebläse für die abzugebende warme Luft. Allerdings besitzen mobile Klimageräte ein gewisses Handicap, da die Abstimmung bezüglich Raumgröße zu Kalt- oder Warmlufterzeugung kaum den optimalen Bedingungen entsprechen kann. Daraus resultiert mitunter eine sehr eingeschränkte Leistungsfähigkeit, die selten über den in der Regel günstigen Preis kompensiert werden kann. Zudem sind die Geräte sehr laut.

 

1.4 Wärmepumpen zur Klimatisierung nutzen

Im Prinzip können Wärmepumpen ebenso als Kühl-Klimaanlagen genutzt werden. Dafür müssen sie von der technischen Seite her so eingerichtet sein, dass die Wärmetauschfunktion umkehrbar ist. Im Heizfall wird der Sole oder der Außenluft Wärme entzogen und dem Heizungswasser zugeführt wird. Im Kühlfall umgekehrt.

Da die „Heizflächen“ in der Regel auch als solche ausgelegt wurden, z.B.: die Fußbodenheizung, werden im Kühlfall auch nur mangelhafte Ergebnisse erzielt, da warme Luft nach oben steigt. Die durch die Fußbodenheizung gekühlte Luft bleibt am Boden und verhindert somit eine weitere Wärmeaufnahme durch das nun gekühlte Heizwasser. Zudem empfinden die meisten Menschen kalte Füße und einen heißen Kopf als eher unangenehm.

Der Vorteil der Wärmepumpe besteht darin, das in den zu kühlenden Räumen keine weiteren Installationen notwendig sind und sich die Geräuschemissionen auf die arbeitende Wärmepumpe beschränken, die in der Regel an einem Ort installiert ist, der weit von den Wohn- oder Büroräumen entfernt ist.

 

2. Gewerbliche Klima-Anlagen

Der Nutzungsbereich von Klima-Anlagen im gewerblichen Bereich ist weit gefächert. Neben der Kühlung von Büroräumen, Krankenhäusern, Arztpraxen oder Ladengeschäften wird dieser Bereich von den Kälteanlagen und Kältemaschinen dominiert.

2.1 Zentrale Gebäude-Klima-Anlagen

Eine zentrale Gebäude-Klimaanlage ist ein fest verbauter Bestandteil der Gebäude-Betriebstechnik und wird üblicherweise bereits in die Bauplanung mit einbezogen, also eher selten nachträglich installiert.

Hierbei wird die Luft an einer zentralen Stelle konditioniert, bedeutet durch Wärmeentzug, Wärmezufuhr, Feuchteentzug oder Feuchtezufuhr auf den erforderlichen Zustand gebracht. Im Anschluss wird die so konditionierte Luft unter hohem Energieaufwand durch das Gebäude geführt und durch verschiedene Luftaustrittsöffnungen den Räumen zugeführt. Hört sich kompliziert an, ist es auch.

 

2.2 Dezentrale Gebäude-Klima-Anlagen

Technisch entsprechen dezentrale Gebäude-Klima-Anlagen den Split oder Multi-Split-Anlagen mit einer oder mehreren Außeneinheiten bei Direktverdampfenden Systemen. Bei Wasserführenden Systemen findet man an einer oder mehreren Stellen einen Kaltwassererzeuger. Der große Vorteil der Direktverdampfenden Systemen ist die sehr gute Nachrüstbarkeit in größeren Bestandsgebäuden.

Da in den Leitungen als Wärmeträger Kältemittel direkt genutzt wird, ergeben sich sehr geringe Leitungsquerschnitte der Leitungen, da Kältemittel einen höheren volumetrischen Wärmeaufnahmekoeffizienten hat als Wasser. Das Kältemittel wird dann über die entsprechenden Inneneinheiten verdampft. Die Inneneinheiten gibt es in verschiedensten Ausführungen um jeden Anspruch erfüllen zu können. In England, zum Beispiel, werden diese Direktverdampfungssystem jeher für den Heizbetrieb im Winter genutzt.

 

2.3 Klima-Anlagen in Betriebsstätten

Während in Wohnungen und privaten Wohnhäusern zur Eigennutzung die Raumklimatisierung eine Angelegenheit des Eigentümers ist, schreibt der Arbeitsschutz bestimmte Umgebungsbedingungen am Arbeitsplatz vor beziehungsweise erstellt hierzu Richtlinien. Dazu gehört die Einhaltung einer bestimmten Luftqualität wie auch eine empfohlene Temperatur.

So kann der Einsatz einer Klima-Anlage dann notwendig und vor allem Sinnvoll sein, wenn sich höhere Temperaturen mit schädlichen Abgasen am jeweiligen Arbeitsplatz konzentrieren. In der Gefahrenbewertung erfolgt auch die Erfassung von gesundheitsschädlichen Stoffen in der Raumluft, die sogenannte maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK). Kombiniert sich diese mit Temperaturen über 26 Grad Celsius, kann eine Klima-Anlage Abhilfe für beide Probleme darstellen.

Auch Klima-Anlagen in Ladengeschäften können Bestandteil der Einhaltung von Verordnungen zum Arbeitsschutz sein, wobei hier Angestellte und Kunden gleichermaßen davon profitieren. Immer wichtiger wird mit dem Ansteigen des Online-Handels die Kühlung von Serverräumen. Welche Arten von Klima-Anlagen hierbei zum Einsatz kommen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig und lässt sich nicht pauschal beantworten. Sprechen Sie uns hier für eine individuelle Beratung gerne an.

2.4 Kühlräume und Kühlzellen

Strenge Hygienevorschriften machen es erforderlich, dass gerade im Umgang mit Lebensmitteln eine Kühlkette einzuhalten ist, die von der Erzeugung bis zum Verkauf einzuhalten ist. Dafür nutzt der Einzelhandel, wie etwa Konditoreien, Fleischereien oder Bäckereien, unterschiedlich große Kühlräume oder Kühlzellen. Hierbei stellen die Kühlzellen meist eine Einheit aus speziell isolierten Wand-, Decken- und Bodenpaneelen mit einem auf das Raumvolumen abgestimmten Kühlkompressor dar. Kühlzellen sind sogenannte Raum in Raum Lösungen.

Kühlräume hingegen sind Bestandteil der Gebäude-Architektur und werden für die Kühlzwecke entsprechend ausgestattet. Hier wird in der Regel ein Kühlkompressor im Außenbereich aufgestellt und mit dem Verdampfer im Innenbereich über die Kältemittelleitungen verbunden.

 

3. Industriell genutzte Klima-, Kühl- und Kälteanlagen

3.1 Klima-Anlagen in Reinräumen und Laboratorien

Die Luftreinhaltung erhält im industriellen Bereich einen immer größer werdenden Stellenwert. Durch die Nutzung hochempfindlicher elektronischer Komponenten, die oftmals im Größenbereich von Mikromillimetern in Endgeräte verbaut werden, besteht die Notwendigkeit sowohl einer exakten Temperaturkontrolle als auch einer effektiven Luftfilterung.

Um dies zu erreichen, werden selbst größere Räume oder Säle hermetisch abgedichtet, mit Schleusen versehen und leistungsfähige Klima-Anlagen mit vor- beziehungsweise nachgeschalteten Filtern eingesetzt. Da schon kleinste Schwankungen in der Temperatur oder Schmutzpartikel in der Luft die Vorgänge und Prozesse beeinflussen können, kommt hier der Steuerung und der Wartung der eingesetzten Klima-Anlagen sowie den angeschlossenen Sensoren und Aktoren die größte Bedeutung zu.

 

3.2 Kälteanlagen in der Prozesstechnik

In der Logistik sind Kühl- und Gefrierhäuser ein probates Mittel, um bestimmte Güter durch eine künstliche Temperaturregelung in den Eigenschaften zu beeinflussen. Überwiegend geht es darum, durch Kühlung die Haltbarkeit zu verlängern. In einem Reifungslager kann aber auch über eine Klimakontrolle ein bestimmter Vorgang gebremst oder beschleunigt werden.

Hier kommen meist zentrale Klima-Anlagen zur Anwendung, mit deren Hilfe unterschiedliche Klimabereiche erzeugt werden, um verschiedene Reifegrade zu unterstützen. Neben der Leistungsfähigkeit der Klima-Anlage selbst steht die Ventilsteuerung der Kaltluftverteilung im Vordergrund.

In der verarbeitenden Industrie werden nicht nur Lebensmittel gekühlt oder eingefroren. Eine Vielzahl von Stoffen oder Materialien lassen sich durch Kühlung besser oder überhaupt erst bearbeiten. Genauso erhöhen Klima-Anlagen die Sicherheit in vielen Bereichen, etwa beim Umgang mit entzündlichen Stoffen, die einen niedrigen Flammpunkt besitzen.

 

Beratung und Verkauf in Köln, Bonn, Wesseling (NRW)

Die Antwort, welche Klimageräte oder welche Kühltechnik für Sie als Hausbesitzer oder Gewerbetreibender am besten geeignet ist, können wir Ihnen am besten in einem unverbindlichen Gespräch erklären.

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